Nadelbinden
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Nadelbinden ist eine Technik ähnlich dem heutigen Stricken
oder Häkeln. Allerdings kannte man die Technik des Nadelbindens schon
Jahrhunderte früher.
Nadelgebundene Textilien sind waren in nahezu allen Kulturen der Welt
verbreitet. Der älteste Fund einer Nadelbindearbeit stammt aus der
Jungsteinzeit. Es gibt historische Funde von nadelgebundenen Handschuhen,
Socken, Mützen, Milchsieben aus Tierhaar, daneben existieren ebenfalls einige
Funde von jacken- und hemdähnlichen Textilien in Nadelbindetechnik.
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Im Unterschied zum Stricken und
Häkeln werden beim Nadelbinden keine sogenannten "Maschenketten"
gebildet, sondern der verwendete Faden / die Wolle wird mit einer Nadel immer
komplett durch das gesamte Werk gezogen. Ein Auftrennen ist somit nicht wie beim
Stricken durch ein einfaches Ziehen am Arbeitsfaden möglich, da jede Masche
beim Nadelbinden mit einer anderen verbunden ist und für sich selbst
steht.
Für das Nadelbinden benötigt man Wolle, eine Nadel aus
Holz oder Knochen |
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Zwei unterschiedliche Nadeln und ein Nadeldöschen zur
Aufbewahrung
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Im Gegensatz
zum Stricken und Häkeln wird beim Nadelbinden jeweils der gesamte
Fadenvorrat durch die Schlingen geführt. |
Nadelgebundene
Gewirke erscheinen oberflächlich in Struktur und Aussehen gestrickten oder
gehäkelten Gestricken ähnlich. Der größte Vorteil gegenüber gestrickten
Textilien ist, dass nadelgebundene Gewirke beim Reissen des Fadens keine
Laufmaschen bilden und sich nicht auflösen.
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Fund eines Spätantiken Kindersockens |
Kindersocken - 4 Jhdt. n. Christus
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Oben und links Nachbildung des Sockens mit extra Zehe
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