Thraker


Die Thraker gelten als eines der ältesten und größten indoeuropäischen Völker (lt. Strabo), jedoch waren die thrakischen Stämme nie in einem großen Reich vereint. Da sie über keine eigene Schrift verfügten und keine Aufzeichnungen hinterließen, geriet ihre Kultur zeitweise sogar weitgehend in Vergessenheit. Erst in den vergangenen Jahrzehnten wurden sensationelle Grabfunde bekannt, die der Nachwelt vom Reichtum, der Kunstfertigkeit und der Kultur dieses Balkanvolkes berichten.

 

Siedlungsgebiete der Thraker

Der ursprüngliche Lebensraum der thrakischen Stämme lag zwischen dem heutigen Istanbul und der bulgarisch-serbischen Grenze, das heutige Bulgarien war ihr Kernland. Sie siedelten in Südosteuropa und Kleinasien, vor allem in den fruchtbaren Gefilden unterhalb der hohen schneebedeckten Berge die sich im Norden erstrecken, dem Schwarzen Meer im Osten und den Gebieten der Illyrer im Westen. Ihr Gebiet lag südlich der Steppen in denen die Skythen lebten und nördlich von Makedonien. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die thrakische Kultur von Beginn an durch einen regen kulturellen Austausch geprägt war. Somit wuchs die Kultur Thrakiens im regen Austausch mit den Griechen, den Persern, den Skythen und anderen eurasischen Steppenvölkern, den Kelten, den Römern und sogar mit dem ägyptischen Reich.

 

Kleindung im antiken Thrakien

Über die Mode im antiken Thrakien können wir uns anhand farbiger Wandmalereien aus Grabmälern (Alexandrovo, Kazanlak), Abbildungen auf griechischer Keramik und Darstellungen auf Metallgegenständen (Teller, Trinkgefäße) ein gutes Bildmachen.